Weinbau in Portugal
1974 begann für Portugal der Weg in die Demokratie. Der Beitritt in die EU 1986 brachte der portugiesischen Wirtschaft einen großen Aufschwung, so auch für die Weinproduktion. Die Strukturen im Weinbau wurden an die EU angepasst, dadurch entstanden für Qualitätswein die DOP-Gebiete (Denominação de Origem Protegida), sowie die Landwein-Appellationen , die man in Portugal Indicações Geográficas (IG) nennt. Der Rest ist Tafelwein (Vinho de Mesa). Einen großen Anteil am qualitativen Fortschritt haben allerdings die Quintas, wie man in Portugal die Weingüter nennt. Ähnlich dem französischen „Château-Gedanken“, nach dem Wein nur aus Trauben vom eigenen Gut bereitet werden soll, produzieren die Quintas Terroirweine, die in ihrer Vielfalt aufgrund der vielen unterschiedlichen Kleinklimata sowie der vielen heimischen Rebsorten (ca. 300) schwer zu übertreffen sind. Kein anderes Weinland besitzt mehr heimische Rebsorten.