Weinanbaugebiete in Argentinien
Catamarca
Catamarca grenzt im Norden an die Provinz Salta, im Osten an die Provinzen
Tucumán, Santiago del Estero und Córdoba, im Süden an die
Provinz La Rioja und im Westen an Chile. Hauptstadt ist San Fernando del Valle
de Catamarca, das oft auch kurz als Catamarca bezeichnet wird.
Die Provinz liegt größtenteils in gebirgigem Terrain, mit Ausnahme
des Südostens, der noch zur Grassteppe der Pampa gehört, und der wüstenhaften
Hochebene Campo de Belén im Zentrum der Provinz. Die östlich dieser
Ebene verlaufenden Gebirgsketten gehören zu den Sierras Pampeanas, westlich
davon liegen die höheren Gebirgsketten der Anden. Da alle Gebirgsketten
in Nord-Süd-Richtung verlaufen, wird das Provinzgebiet in drei abgeschlossene
Teile geteilt, zwischen denen zwar heute zwei Straßenverbindungen bestehen,
ansonsten jedoch die Kommunikation relativ schwierig war, was die wirtschaftliche
Entwicklung der Provinz lange Zeit hemmte. Der Nordwestteil der Provinz gehört
zur Hochebene der Puna, er ist extrem dünn besiedelt.
Das Klima ist im gesamten Provinzterrain mit Ausnahme des extremen Nordostens
trocken und subtropisch. Die Vegetation ist steppenhaft, nur im Nordosten findet
man subtropische Urwaldgebiete.
Zwei Drittel der rund 2.370 Hektar großen Rebflächen liegen um Tinogasta.
Die Wirtschaft um Tinogasta ist geprägt durch Weinfelder, Olivenhaine und
dem Anbau von Luzernen als Viehfutter. Hinzu kommt die Verarbeitung der landwirtschaftlichen
Produkte in Wein, Rosinen, Olivenöl und Trockenfrüchte.
Im westlichen El Valle wird vor allem die weiße Sorte Torrontés
Riojano angebaut, aus der sehr aromatische Weißweine gekeltert werden.
Im Osten dominiert die hellrote Cereza, die als Grundlage für roséfarbene
Weine für den Massenkonsum dient.